Reisetermin:
21. – 29. Juni 2019
Ihre Ferienbegleitung:
Dietrich Traitler 
Reinhild Traitler-Espiritu
Reiseart
Rund- und Erlebnisreisen

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Masuren | Polens malerischer Norden

Herzlich willkommen in Polens malerischem Norden!

Von der schönen Stadt Danzig, einer der Perlen des alten Hansebunds, reisen wir nach Masuren, ein kleines Paradies im Nordosten Europas, das wir Ihnen nahebringen möchten: Eine Gegend voll versteckter Schätze, landschaftlicher Schönheiten und bewegter Geschichte. Der Deutsche Ritterorden hat seit dem Mittelalter die Entwicklung geprägt. Die Säkularisierung des Ordensstaates 1525 war der Beginn Preussens, das in den folgenden Jahrhunderten zu einer europäischen Grossmacht aufstieg. Nach dem Zweiten Weltkrieg haben die grossen Umsiedlungen die Identität der Region nochmals neu definiert.

Die Seen- und Hügellandschaft wird Sie bezaubern. Dazu gibt es kundige Inputs über die wechselvolle Geschichte Masurens, über die reiche deutschsprachige Literatur des ehemaligen Ostpreussen und über die Suche nach der masurischen Identität im modernen Polen.
Daneben ist Zeit, das Leben am See zu erkunden und die Abende am Kaminfeuer zu geniessen, wo wir Sie einladen, die alte Kultur des Vorlesens und des Gesprächs wiederzuentdecken!

Ihre Reiseleiter
Geschwister Traitler:
Dietrich Traitler, Architekt und Gastgeber, Wien-Warschau 
Reinhild Traitler-Espiritu, ehem. Boldern-Leiterin und Publizistin, Zürich

1. Tag | Freitag | 21. Juni 2019
Anreise nach Warschau und Danzig

Besammlung auf dem Flughafen Zürich und Zusammentreffen mit Reinhild Traitler. Direktflug mit der Swiss nach Warschau (Abflug 12.05 Uhr – Ankunft 14.00 Uhr). Auf dem Frederic Chopin Flughafen wartet Dietrich Traitler auf uns sowie der Bus, der uns die ganze Woche chauffieren wird. Fahrt durch Warschau, dann auf die Schnellstrasse nach Danzig. Die Fahrt dauert ca. fünf Stunden, mit mindestens einer Pause. Am Abend erreichen wir Danzig und beziehen unsere Zimmer im schönen 4-Sterne-Hotel Grand Cru. Es liegt in der Danziger Altstadt nahe der Mottlau, ein ganz neues, modernes Haus, das in ein historisches Gebäude hineingebaut wurde. Ein gemütliches Dinner entschädigt uns für die lange Fahrt an diesem Tag, und vielleicht reicht es noch für einem Spaziergang zum nahegelegenen Langen Markt mit seinen beliebten Cafés.

2. Tag | Samstag | 22. Juni 2019
Danzig

Nach dem Frühstück geniessen wir die Stadtführung zu Fuss zu den historischen Sehenswürdigkeiten. Unser polnischer Guide, Frau Bozena Nowak, bringt uns die Schönheit dieser Stadt nahe und erklärt Eigentümlichkeiten der Geschichte dieser im Ostseeraum einst einflussreichen und wohlhabenden Hansestadt. Wir besuchen die gotische Marienkirche, die zwischen 1342 und 1502 erbaut wurde und die grösste Backsteinkirche der Welt ist, und bestaunen dort die Astronomische Uhr Hans Düringers aus dem 15. Jahrhundert. In einem Seitenschiff befindet sich übrigens die Grabplatte des grossen Barockdichters und Sprachreformers Martin Opitz. Mittagessen individuell und auf eigene Kosten.

Nachmittags gibt es verschiedene Möglichkeiten:
• Eine Hafenrundfahrt, vorbei an den Werften, wo Solidarnosc entstanden ist, bis zur Westerplatte. Auf dieser Halbinsel begann am 1. September 1939 – mit dem Beschuss des polnischen Munitionslagers durch die Deutsche Wehrmacht – der Zweite Weltkrieg.
• Auf Wunsch fährt uns unser Chauffeur auch nach Sopot, früher der mondäne Kurort der Danziger, und auch heute wieder ein beliebter Badeort an der Ostsee.

3. Tag | Sonntag | 23. Juni 2019
Oberlandkanal und Marienburg

Nach einem frühen Frühstück verabschieden wir uns von Danzig und fahren nach Elbing. Dort haben wir die spektakuläre Fahrt auf dem – nach der Generalsanierung 2015 wiedereröffneten – historischen Oberlandkanal vor uns. Dieser Kanal ist ein einzigartiges Kulturdenkmal. Die Schiffe, auf eine Lore geladen, werden allein durch Wasserkraft über Rampen auf die jeweils höhere Geländestufe gezogen. Anschliessend fahren wir zu unserem Hotel Stary Malbork nach Marienburg, wo schon ein Mittagessen auf uns wartet. Am Nachmittag geht es zur nahegelegenen Marienburg, die wir unter kundiger Führung eines lokalen Guide erkunden. Die Burg war der Sitz des Grossmeisters der Deutschordensritter, die nach den Kreuzzügen weite Teile des Landes als Lehen erhalten und diese Ländereien kolonisiert hatten. Die Burg spiegelt den Höhepunkt der Macht des Deutschen Ordens. Die letzten Kriegsschäden, nämlich die Instandsetzung der zerstörten Burgkirche, wurden erst kürzlich – architektonisch überzeugend – behoben.

4. Tag | Montag | 24. Juni 2019
Fahrt durch Masuren – Heilige Linde – Wolfsschanze – Schloss Steinort

Fahrt zum Landgut Komorowska bei Stare Juchy durch die heitere Landschaft Masurens, vorbei an unzähligen Seen und durch alte Alleen. Unterwegs Besuch im barocken Jesuitenkloster Heilige Linde (mit der wunderbaren Barockorgel, wo wir ein kurzes Konzert hören, das alle Möglichkeiten der Orgel vor Augen und Ohren führt) und Fahrt zum sogenannten Führer-Hauptquartier „Wolfsschanze“ bei Rastenburg/ Ketrzyn. Unglaubliche 900 Tage haben Hitler und sein Stab während des Krieges in der gut getarnten Anlage in den Wäldern Masurens verbracht. Dort verübte Graf von Stauffenberg das missglückte Attentat vom 20. Juli 1944. Weiter geht es zum Schloss Steinort, dem ehemaligen Sitz der Familie Lehndorff. Ein Gedenkstein erinnert an Heinrich Graf Lehndorff, der sein Engagement im Widerstand gegen den Nationalsozialismus (als Mitglied der Gruppe um Stauffenberg) mit dem Leben bezahlte. Zu Mittag essen wir unterwegs in der Deutschordensburg Rössel/Reszel. Am frühen Abend Ankunft im Landgut Komorowska am See. Den Namen verdankt es dem Mädchennamen von Dietrich Traitlers Frau Boguslava. Willkommens-Apéro, Abendessen und Tagesausklang am Kamin.

5. Tag | Dienstag | 25. Juni 2019
Erholung am See

Wir geniessen diesen Tag auf unserem Landgut. Erholung am See, Spaziergang zum Aussichtspunkt, je nach Wetter baden, rudern oder alle Viere von sich strecken! Die Biberburg im Seewinkel erkunden oder im Liegestuhl ein paar Lesestunden geniessen. Ein kleines Ruderboot, ein Kajak und vier Velos stehen im Landgut gratis zur Verfügung. Pedalos kann man im Hotel mieten. Mittagessen im nahe gelegenen 4-Sterne Hotel Siedlisko Morena, wo ein reichhaltiges Buffet bereitsteht (inkl. vegetarischen Optionen). Abendessen im Landgut. Nach dem Abendessen wird uns Dietrich Traitler am Kamin einen Input zu Land und Leuten und der Geschichte und Gegenwart Masurens geben.

6. Tag | Mittwoch | 26. Juni 2019
Halbtagesexkursion nach Elk

Elk ist das ehemalige Lyck, der Geburtsort von Siegfried Lenz, den er in seinem Roman „Heimatmuseum“ beschreibt. In seinem Büchlein masurischer Geschichten „So zärtlich war Suleiken“ schildert Lenz eine Fahrt mit der gerade eröffneten Kleinbahn. Nun ist die Kleinbahn mehr als 100 Jahre alt und fährt noch immer, allerdings muss es genug Passagiere haben. Falls dies nicht der Fall ist, besuchen wir das Museum der deutschen Minderheit im historischen Wasserturm von Elk. Mittagessen im Hotel Siedlisko Morena. Der Nachmittag ist frei. Wer möchte, kann einen Spaziergang zum historischen Waldfriedhof, mit den Gräbern unbekannter russischer und deutscher Soldaten aus dem 1. Weltkrieg unternehmen. Abends am Kamin: Literatur einer „erinnerten Zeit“ (Ernst Wiechert, Siegfried Lenz, Marion Dönhoff, A. Surminsky) und heutige Perspektiven polnischer Schriftsteller (Wyslawa Szymborska, Joanna Bator), Reinhild Traitler.

7. Tag | Donnerstag | 27. Juni 2019
Halbtagesexkursion in den Borkener Wald

Fahrt in den Borkener Wald, einen kleinen Urwald nicht weit von der Grenze zur russischen Exklave. Dort wurden in den Fünfzigerjahren Wisente ausgesetzt, die mittlerweile zu einer stattlichen Herde angewachsen sind. Der Wald gehört zu den wenigen polnischen Wäldern, die als gesund eingestuft werden, und der sich durch seine Artenvielfalt in Flora und Fauna auszeichnet. Mittagessen im Hotel Siedlisko Morena. Der Nachmittag ist frei. Abends am Kamin: „Was ich noch fragen wollte“... nachdenken und nachfragen.

8. Tag | Freitag | 28. Juni 2019
Ganztagesexkursion nach Mikolajki und zu den Schriftstellermuseen, Staken auf der Krutynia

Zum Abschluss der Reise besuchen wir Mikolajki, das Zentrum des masurischen Tourismus, sowie ein wichtiger Ort des polnischen Protestantismus. In dem für Polen einmaligen kleinen Protestanten-museum wird uns der Kurator, der Historiker Reinhold Kuhn, empfangen und uns voller Enthusiasmus einen Einblick in die Geschichte des Protestantismus in Polen geben. Nach dem Mittagessen nahe dem berühmten Gestüt von Galkowo besuchen wir die kleinen Schriftsteller-Museen, die Ernst Wiechert und Marion Gräfin Dönhoff gewidmet sind. Zum Abschluss des Tages wartet eine Bootsfahrt auf der idyllischen Krutynia auf uns. Wir werden in den urwaldartigen Fluss gestakt, und geniessen das langsame und meditative Dahingleiten. Am Abend feiern wir einen gemütlichen Abschluss der Woche mit einem kleinen Umtrunk am Kamin.

9. Tag | Samstag | 29. Juni 2019
Fahrt nach Warschau

Unsere Zeit in Polen neigt sich dem Ende entgegen. Wir brechen gegen 8.00 Uhr morgens auf und werden gegen 13.00 Uhr auf dem Warschauer Flughafen ankommen. Rückflug um 14.35 Uhr mit der SWISS, Ankunft in Zürich um 16.35 Uhr.


Programmänderungen vorbehalten

Unsere Unterkünfte während der Polenreise

Übernachtungen in ausgesuchten Unterkünften gemäss Programm

Preise

Preis pro Person im Doppelzimmer CHF 2'490.-

Inbegriffen

Die Leistungen entnehmen Sie bitte dem Detailprospekt.
PDF | Masuren 2019 | Traitler

Zuschläge

Einzelzimmerzuschlag CHF 275.-
Trinkgelder (wird vor Ort gegeben) CHF   50.-

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Datum Dauer Preis p.P. ab
21.06.2019 8 Nächte CHF 2490.00
 
Polen
Einreisebestimmungen

Für die Einreise benötigen Schweizer Bürger einen gültigen Reisepass oder eine gültige Identitätskarte.
 

Lage

Die Republik Polen liegt im nordöstlichen Teil Mitteleuropas. Im Norden grenzt sie an die Ostsee und an Litauen, im Osten an Belarus und an die Ukraine, im Süden an die Slowakische Republik und an die Tschechische Republik und im Westen an die Bundesrepublik Deutschland. 
 

Einwohner

Die Einwohnerzahl beläuft sich auf ca. 38 Millionen.
 

Sprache

Die Landessprache ist Polnisch. Deutsch, Ukrainisch und Belorussisch wird von einer Minderheit gesprochen. Englisch und Französisch wird in Geschäften ebenfalls verstanden. 
 

Zeitverschiebung

Mitteleuropäische Zeitzone (MEZ): keine Zeitverschiebung.

Da auch Polen im Sommer die Zeit umstellt, besteht das ganze Jahr über keine Zeitverschiebung.
 

Klima

Polen hat osteuropäisches Klima mit heissen Sommern und kalten Wintern. Je weiter man in den Osten kommt, desto grösser wird der Unterschied zwischen den Jahreszeiten. 

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